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Pesto aus Knoblauchsrauke

Durch die Kräuterwanderung am vergangenen Wochenende habe ich einen neuen Blick für die Natur bekommen. Beim Joggen oder Radfahren erwische ich mich ständig dabei, wie ich die Kräuter am Wegesrand scanne und schaue, ob ich sie erkenne. Natürlich weiß ich erst wenig, es bietet sich auf jeden Fall an, öfter mal – und vor allem zu verschiedenen Jahreszeiten – geführte Kräuterwanderungen zu unternehmen. Wie auch immer: Gestern habe ich eine schöne Stelle – abgelegen von großen Straßen und Hundespazierwegen – im Wald an einem Bach entdeckt, wo die Knoblauchsrauke gerade in Massen wächst. Aus ihr habe ich am Abend ein tolles Pesto gemacht.

Kräuterwanderung im Münsterland, Teil 2

Endlich geht es los! Wir schließen die Pforte zu Jürgens Garten und wollen hinein in den Wald. Soweit kommen wir indes nicht, denn einer der Teilnehmer entdeckt Knoblauchsrauke am Wegesrand auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Also beugen wir uns alle interessiert über das Pflänzchen und lassen uns von ihm erzählen. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein Knoblauchgeruch – daher auch der Name. Aber auch die Blätter schmecken knoblauchartig. Daher wird die Rauke später auf jeden Fall in meinem ersten Wildkräutersalat Verwendung finden. Sie schmeckt wohl auch besonders gut als Pesto. Die Knoblauchsrauke gedeiht hervorragend in Gebüschen und Hecken sowie an Mauern und Wegrainen, in Gärten und auf Schuttplätzen. Sie befindet sich häufig in der Gesellschaft von Brennnesseln – diese schmerzhafte Erfahrung habe ich heute Morgen gemacht, als ich sie an einem kleinen Bach entdeckte und mal eben schnell in Shorts sammeln ging.

Unser erster Wildkräutersalat

Nach der Kräuterwanderung waren wir voll motiviert und wollten sogleich unseren ersten Wildkräutersalat machen. Ein voller Erfolg! Er war richtig lecker. 😀 Wir haben die Kräuter gesammelt, bei denen wir uns sicher waren, dass es sich um die handelt, die Jürgen uns während seiner Kräuterwanderung vorgestellt hat. Gleichwohl hat er uns nämlich gewarnt, und gemeint, von manchen Pflanzen die Finger zu lassen, weil sie giftige Doppelgänger haben. Von daher kennen wir nun immer noch nur einen Bruchteil der Pflanzen, die so am Wegesrand wachsen. Dennoch: Für einen Wildkräutersalat hat es schon gereicht. Hauptbestandteil unseres Salats wurden Knoblauchsrauke, Giersch und – natürlich, bei so viel Lobpreisung durch Jürgen – der Gundermann. Neben diesen drei fanden noch folgende Kräuter den Weg in unsere Salatschüssel: Vogelmiere, Gänseblümchen und das Wiesenschaumkraut. Mehr über die einzelnen Kräuter könnt ihr in den Texten zur „Kräuterwanderung im Münsterland“ erfahren. Mein Dressing: 4 EL Leinöl 1 1/2 EL Weißweinessig 1 gehäufter TL süßer Senf 1 Spritzer Agavendicksaft Salz, Pfeffer Guten Appetit!