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Schweinchen „Sitz“

Gestern habe ich ein Video bei Facebook gesehen, in dem ein Schwein auf den Zuruf „Sit“ des Herrchens tatsächlich auch „Sitz“ macht. Echt lustig. Echt niedlich. Und ein weiterer, klitzekleiner Beweis dafür, dass Schweine lebende und fühlende Wesen sind – denen wir Menschen unvorstellbares Leid zufügen. Schweine gehörten schon immer zu meinen Lieblingstieren. Ich habe als Kind sehr viel Zeit auf den Bauernhöfen meiner Großeltern verbracht – zu einer Zeit, in der längst nicht mehr alles gut war, die Tiere aber zumindst zeitweise noch draußen auf Wiesen lebten. Da hatte ich viel Kontakt zu den Schweinen, natürlich auch zu Rindern, Kühen, Bullen, Hühnern… Die Schweine hatten es mir immer besonders angetan. Mit ihren Rüsselnasen, den hochstehenden Ohren, den wachen Augen, den niedlichen Ringelschwänzen – ja, die hatten sie damals tatsächlich noch! Wie gern habe ich die kleinen Ferkel auf den Arm genommen und bin mit ihnen durch den Stall gestapft. Da war ich zu klein, um zu verstehen, was mit ihnen geschehen würde. Ich habe es nicht hinterfragt, aber es war auch niemand da, der …

Lasagne – lecker, lecker!

Wir haben am Wochenende gekocht. Wir – das sind in diesem Falle: 5 Menschen, 3 Hunde und 4 Katzen. 😉 Na ja, die Katzen hatten kein so großes Interesse an unserer veganen Lasagne, die Hunde schon eher. Bella jedenfalls lag die ganze Zeit mitten in der Küche, so dass wir über sie hinüberklettern mussten. Allerdings, das muss man auch sagen: Hier liegt sie nunmal am liebsten – vorm kuschelig-warmen Kamin in der Küche.

Wir sind auch Berliner

Wir betreten gewissermaßen „heiligen Boden“. Wer im royals & rice an Münsters Frauenstraße einkehrt, der erinnert sich – falls er zu den älteren Semestern gehört – an eine Zeit, als hier Punk und New Wave fröhliche Urständ feierten. Das Restaurant befindet sich nämlich in den ehemaligen Räumlichkeiten des Odeon, Münsters bestem Musikclub der Achtziger Jahre. Dead Kennedys, Einstürzende Neubauten, Die Toten Hosen – alle haben sie im Odeon gespielt. Heute ist es hier deutlich ruhiger. Die Theke befindet sich zwar noch an der Stelle, wo sie schon 1982 war, ansonsten aber erinnert nichts mehr an die wilden Odeon-Zeiten. Veganes Angebot Stattdessen gibt es hier jetzt vietnamesisches Essen mit einem großen veganen Angebot. Übrigens als Gegenentwurf zur durchschnittlichen Asia-Gastronomie. Das royals & rice empfängt seine Gäste ohne rosa Lampions und goldene Drachen. In dem urbanen vietnamesischen Restaurant reihen sich die von Hand gegossenen Tische aus Beton an solche aus grau gebeizten Holzplanken. So hat das Auge schon ein Weilchen vor dem Magen Grund zur Freude.

Veganer Genuss beim Stadtbäcker

Darauf hat mich Gerald, ein guter Bekannter vom Veggie-Treff, aufmerksam gemacht: Die Stadtbäckerei wirbt seit kurzem mit ihrem veganen Angebot. So ein Schild hilft natürlich ungemein. Da können sich viele andere Bäcker gerne eine Scheibe abschneiden. 😉 Auf der Website der Stadtbäckerei heißt es: „Immer mehr Menschen verzichten aus ethischen oder gesundheitlichen Gründen auf tierische Produkte und setzen auf pflanzliche Lebensmittel. Wir möchten, dass auch Veganer unsere schmackhaften Backwaren genießen können und haben dementsprechend viele unserer Hausrezepte angepasst.“

Kochbuch zum Aufstellen

150.000 Menüs verspricht die Veggie-Box. Wahnsinn – das ist mehr als man in einem Leben kochen kann. Ganz so ist es bei genauerer Betrachtung dann aber doch nicht. Die Veggie-Box beinhaltet 250 Rezepte, die man auf 150.000 unterschiedliche Weisen kombinieren kann. Pure Mathematik also. Das soll aber die Leistung des Buches nicht mindern – die Veggie-Box ist schon nice to have.

Grünkohl mit Würstchen

Grünkohl mit Würstchen??? Na, keine Sorge, diese Würstchen sind vegan 😉 Kommen wir erstmal zum Grünkohl – definitiv ein ganz tolles Wintergemüse. Ich freue mich immer auf den ersten Frost, weil es danach endlich wieder Grünkohl gibt. Ich bekomme meinen aus dem Garten meines Vaters: in Bio-Qualität und aus regionalem Anbau. Das grüne Gemüse ist übrigens super gesund: Mit seiner einmaligen Nährstoffzusammensetzung aus antioxidativ wirkenden Vitaminen, Mineralstoffen, Ballaststoffen, Aminosäuren und sekundären Pflanzenstoffen ist es eine ausgewogene und gesundheitsfördernde Alternative zu tierischem Eiweiss. Doch genug zur Gesundheit. Das Wichtigste ist ja, dass er schmeckt. Und das tut er 😉

Brote und Brötchen von Essmann

Bis vor kurzem dachte ich ja, dass die Produkte beim Bäcker eigentlich größtenteils vegan sein müssten, es sei denn, es geht um Milchbrötchen oder Joghurtbrote. So einfach ist es leider nicht. Die Bäcker verstehen es durchaus, tierische Bestandteile in ihre Produkte zu mischen – und zwar, ohne dass man es weiß. Und dabei geht es längst nicht nur um Milch und Eier. Beispiel L-Cystein. Diese Aminosäure kommt vorwiegend bei industriell arbeitenden Großbäckereien zum Einsatz, damit der Teig nicht so leicht verklebt. Hergestellt wird sie allerdings – wenig appetitlich – aus Schweineborsten oder Federn. Um ganz sicher zu gehen, keine Schweineborsten und Federn in seinem Brot zu haben, muss man schon beim Bio-Bäcker kaufen – da ist so ein Inhaltsstoff nämlich tabu. In Münster sehr empfehlenswert: Die Produkte von Cibaria und vom Steinofenbäcker. Ich habe mir vorgenommen, die anderen Bäcker, die in Münster und Umgebung Filialen haben, anzuschreiben und sie zu fragen, welche ihrer Produkte ohne tierische Inhaltsstoffe auskommen. Als erstes habe ich mich mit folgendem Text an Essmanns Backstube aus Altenberge gewandt:

Anständig leben

„Einen Monat lang vegan leben. Ausgerechnet ich, die ich seit jeher jedem Vegetarier mein Beileid ausgesprochen habe und die wenig auf der Welt so glücklich macht wie ein  fingerdickes, blutiges Rindersteak…?“ Sarah Schill hat ein Buch geschrieben: „Anständig leben“ heißt es. Es ist ein Selbstversuch, in dem sie beschreibt, wie es ihr ergeht, nachdem sie beschließt, ihr Leben auf den Kopf zu stellen und von nun an vegan zu leben. Zunächst für einen Monat. Sie ist „Wegwerfmentalität und bodenlosen Massenkonsum in  unserer Gesellschaft“ leid. Leicht fällt ihr der Schritt dennoch nicht. Sie sitzt im Zug und hat tierischen Hunger. Sie sitzt im Restaurant und schielt neidisch auf den Teller des  fleischessenden Nachbarn. Doch sie gibt alles: Kauft sich verschiedenste Kochbücher, um festzustellen, dass vegan durchaus lecker sein kann. Sie besorgt sich  Selbsterfahrungsbücher anderer Autoren, die diesen Schritt bereits vor ihr gegangen sind. Besonders gefällt ihr „Tiere essen“ von Jonathan Safran Foer. Er sagt: Natürlich habe ich  Lust auf den Burger, aber ich denke nach – und bestelle etwas anderes.“ Ganz genauso  ergeht es Sarah Schill. …

Vegan für (mindestens) vier Wochen

In „Vegan für Einsteiger“ veranschaulicht Ruediger Dahlke, wie man in vier Wochen zu  einem gesunden und nachhaltigen Leben kommt. Dabei holt er die Leser da ab, wo sie  stehen – nämlich am Anfang. Das Buch ist für diejenigen geeignet, die merken: So will ich nicht weitermachen. Die sich aber noch nie mit einer rein pflanzlichen Ernährung  beschäftigt haben. Die nicht wissen, was da nun auf sie zukommt. Ruediger Dahlke klärt  die Leser optimal über alles Wissenswerte auf. Er widmet sich der Angst einer  Mangelernährung durch rein pflanzliche Kost, schreibt über die Versorgung mit Vitamin B12 und Eisen sowie hochwertigem pflanzlichen Protein. Dahlke erläutert die Risiken einer fleisch- und milchproduktelastigen Ernährung und erläutert, warum die vegane Lebensweise gesund für Herz und Seele ist, warum sie vor verschiedensten Krebsarten schützen kann.

Nachgefragt

Münsteraner, bekannte und unbekannte, werden hier zukünftig gefragt: 1. Was bedeuten Ihnen Tiere? 2. Wie ist Ihr Verhältnis zu Tieren? 3. Unterscheiden Sie zwischen Hund, Katze, Maus, Kuh, Schwein und Huhn? 4. Wie ernähren Sie sich? 5. Wie viel Tier landet wöchentlich auf Ihrem Teller? Ganz ehrlich, bitte! Auf die Antworten bin ich sehr gespannt!