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Gebratene grüne Tomaten

Ich liebe Tomaten. Grüne ganz besonders. Deshalb – und weil ich den gleichnamigen Film so mag – heißt dieser Blog „Grüne Tomaten“. Allerdings kommen hier Tomatenrezepte häufig zu kurz. Warum? Weil mein Sohn und ich, bevor wir etwas Leckeres aus ihnen kochen, sie schon aufs Brot geschnitten, mit Zwiebeln und Pfeffer dekoriert und dann in den Mund gesteckt haben. Wie gesagt: Ich, nein besser: Wir lieben Tomaten! Egal, ob gelb, grün, rot oder ins Lila gehende.

Heute habe ich aber mal einen Klassiker für euch: Gebratene grüne Tomaten. Dies war vor über 20 Jahren, als ich von einem einjährigen Aufenthalt in den USA zurückkehrte, eines meiner absoluten Lieblingsgerichte – damals noch vegetarisch, da ich die Panade mit Milch und Ei herstellte. In der Zwischenzeit habe ich das Rezept erfolgreich veganisiert. Das Gericht ist einfach, simpel und flott nachgemacht und bietet sich sehr gut als tolle Vorspeise an, da Tomaten, wenn sie gebraten werden, ein richtig schönes Aroma entfalten.

Das benötigt ihr (für 4 Personen als Vorspeise):
200 ml Sojamilch
1 EL Zitronensaft
1 gehäufter EL geschrotete Leinsamen
1 Tasse Brötchenbrösel
2 EL Dinkelmehl
4 grüne Tomaten
Öl, z. B. Oliven- oder Rapsöl
schwarzer Pfeffer
evtl. etwas Salz
zum Dekorieren:
einige Basilikumblätter
für ein Foto eignen sich natürlich auch alle anderen Kräuter 😉

Zunächst stellt ihr zwei tiefe Teller bereit. In den ersten füllt ihr die Sojamilch ein, gebt den Zitronensaft dazu und wartet einige Minuten, bis das Ganze geronnen ist. Nun Leinsamenschrot hinzufügen und einige Minuten quellen lassen. So entsteht eine schöne und dickflüssige „Butter“-milch.

In den zweiten Teller kommen die Brösel. Ich stelle sie immer aus hart gewordenen Brot- und Brötchenresten selbst her. Dafür einfach das harte Brot in einen Baumwollbeutel legen und mit dem Nudelholz (oder einer leeren Glasflasche) bearbeiten, bis die Brösel die gewünschte Größe haben. Für dieses Rezept finde ich es toll, wenn die Brösel noch größer sind – auf keinen Fall so klein machen, dass Paniermehl dabei herauskommt. Die Brösel mit dem Mehl vermischen.

Nun die Tomaten in dicke Scheiben schneiden und Scheibe für Scheibe erst durch die „Butter“-milch ziehen, dann von beiden Seiten in die Panade legen und schließlich für einige Minuten von beiden Seiten in der Pfanne in heißem Öl (welches ihr nehmt, überlasse ich euch) braten. Anschließend etwas salzen und pfeffern und mit Basilikumblättern dekorieren. Guten Appetit!

PS: Falls ihr euch über die Farbe der Tomaten in meinem Rezept wundert: Als ich sie beim Foodsaving gerettet habe, waren sie noch mehr grün als rot. Als ich sie zwei Tage später verarbeitet habe, waren sie mehr rot als grün. Natürlich funktioniert das Rezept mit Tomaten jedweder Couleur.

 

Cheese Cake – eine ewige Liebe

USA, vor 23 Jahren. Ich war jung. Sehr jung. Machte ein Aupair-Jahr, lebte ein Jahr lang bei einer tollen Familie in Connecticut. Die beiden Mädchen, die ich damals  betreute, sind heute beide um die 30, verheiratet und eine von beiden ist junge Mutter. Doch das nur am Rande. Es geht um Doreen und mich. Doreen ist seit damals meine Freundin. Wir trafen uns … und mochten uns erstmal gar nicht. Ich hatte es verbockt. Denn als sie mich wenige Wochen nach meiner Ankunft anrief und fragte, ob wir nicht mal was gemeinsam unternehmen wollen, sagte ich: Nö, kein Interesse, ich möchte Amerikaner kennenlernen. Ziemlich arrogant… Weiterlesen