In den Topf geguckt
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Maronensuppe im Herbst

Guten Morgen! Heute gibt es endlich mal wieder ein leckeres Rezept von mir. Ich habe mich an eine Maronensuppe gewagt. Und mit dem Ergebnis bin ich mehr als zufrieden! Alles begann, als ich in der vergangenen Woche Kastanien sammeln wollte, um daraus in den kommenden Monaten wieder mein Waschmittel herzustellen. Mal schauen, vielleicht wird das mein nächster Post 🙂 Zwischen den gewöhnlichen Rosskastanienbäumen stehen auch zwei Esskastanienbäume. Im vergangenen Jahr bin ich in meiner Mission, Maronen zu sammeln, grandios gescheitert. Nur die leeren Hülsen lagen am Boden herum. Diesmal hab ich auch wieder einen Blick riskiert, eigentlich ohne große Hoffnung. Doch siehe da: Es lag alles voll! Ich glaube, ich bin diesmal einfach allen anderen Esskastanien sammelnden Münsteranern zuvorgekommen 🙂 Glück gehabt!

Ich habe also eine Stunde fröhlich vor mich hingesammelt. Unterbrochen wurde die gute Laune von dem ein oder anderen Schmerzensschrei – denn Maronen werden von ihrer Schale deutlich besser geschützt als normale Kastanien. Zwei Tage später musste ich mir noch zwei Stachel aus den Fingern entfernen 😦 Empfehlung: Wenn ihr wisst, dass ihr Edelkastanien sammeln wollt, nehmt bloß Handschuhe mit! Ich habe versucht, mit den Füßen die Schalen zu öffnen und so an die leckeren Nüsschen heranzukommen. In den meisten Fällen hat das auch funktioniert. Am Ende ging ich mit einem knappen Kilo Maronen und rund 2 Kilo Kastanien nach Hause. Flötend und tirilierend 😉

Hier nun das Rezept (für 4 Personen)
2 Zwiebeln
300 g Pastinaken
300 g Kartoffeln
100 g Porree
3 EL Olivenöl
1,2 l Gemüsebrühe
500 g Maronen
400 ml Kokosmilch
Oregano
Thymian
Gartenkresse
Pfeffer
Salz

Dieser Vorbereitungsschritt steht am Anfang: Die Maronen – ich habe ungefähr 700 g genommen – müssen an der dicken, hellen Seite kreuzförmig eingeschnitten und dann etwa 10-15 Minuten gekocht werden. Vorsicht! Wenn sie zu lange kochen, werden sie zu weich und lassen sich nur extrem schwer aus ihrer Schale lösen – ist mir leider schon passiert 😦 Also lieber nach 10 Minuten mal eine aus dem Wasser schöpfen, öffnen und probieren. Hat man sie gekocht, gießt man das Wasser ab und lässt sie etwas abkühlen. Anschließend öffnet man die Maronen und entnimmt die kleinen Früchtchen.

Und nun kann es mit der eigentlichen Suppe losgehen: Zwiebeln, Pastinaken, Kartoffeln und Porree kleinschneiden. Zunächst das Öl in einen großen Topf geben, erwärmen und die Zwiebeln anschwitzen. Dann das Gemüse hinzugeben und etwa 5 Minuten anbraten. Nun mit der Gemüsebrühe auffüllen und knapp 20 Minuten köcheln lassen. Erst dann die Maronen hinzugeben – schließlich sind sie ja bereits vorgekocht – und einrühren. Daraufhin kann die Suppe auch schon püriert werden. Ist sie glatt, wird die Kokosmilch mit den Kräutern hinzugefügt. Nochmal alles pürieren und aufkochen. Schließlich mit Salz und Pfeffer abschmecken und fertig ist ein richtig herbstliches Süppchen, das abermals für gute Laune sorgt. So macht der Herbst doch sehr viel Spaß!

PS: Zwiebeln, Pastinaken, Porree und Gartenkresse habe ich übrigens mit Foodsharing Münster vor der Tonne gerettet. Die Kartoffeln sind wie immer aus Papas Garten, und die Maronen selbst gepflückt.

 

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