In den Garten gegangen
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Hochbeet gegen Schnecken?

Heute gibt es Neuigkeiten aus meiner kleinen Gartenwelt. Da meine Pflänzchen in den vergangenen zwei Jahren immer wieder von Schnecken gepiesackt und wir damit um unsere tägliche Portion Salat gebracht wurden, ergreife ich derzeit mehrere Maßnahmen zum Schutz vor den schleimigen Kriechern. 

Als erstes habe ich ein Hochbeet gebaut. Hmmm, gebaut ist vielleicht etwas übertrieben… Die Kiste, die nun zum Beet wurde, wartete eigentlich nur darauf, von mir entdeckt zu werden. Als ich kürzlich bei meiner Freundin Christiane war, erzählte ich ihr, dass ich aus Paletten ein Hochbeet bauen wollte. Also gingen wir in ihre Scheune – Christiane hat einen alten Bauernhof und diesen zu einem Lebenshof für Pferde umgebaut – und hielten nach Baumaterial Ausschau. Und da stand sie: die perfekte Kiste. Eventuell könnte sie noch einen Anstrich vertragen, aber ansonsten ist sie toll für einen ersten Versuch in Sachen Hochbeet-Gärtnerei.

Ausstaffiert habe ich die Kiste mit einem wasserdurchlässigen Vlies, damit nicht die ganze Erde durch die Spalten bröckelt. Da ich Gartenmaterial – Gott sei es gedankt – nicht immer gleich wegwerfe, hatte ich von allem genug, um die Kiste ideal zu befüllen.

Die unterste Schicht dient der Drainage und besteht aus vielen Ästen und Zweigen.

Darüber habe ich eine dicke Schicht Laub gegeben – dies befand sich noch völlig ausreichend unter der Gartenhecke. 😉

Als nächstes habe ich halbreifen Kompost voller kleiner aktiver Tierchen eingeschichtet. Vor einem Jahr habe ich einen kleinen Komposthaufen angelegt, nun profitiert mein Garten erstmals davon 🙂

Da ich noch keinen fertigen Kompost besitze, hat mein Vater – Gärtner mit jahrzehntelanger Erfahrung – mir etwas von seinem vorbeigebracht. Fertig ist das Hochbeet.

Es fehlt noch was? Klar, die Pflanzen. Zucchini, Salat und Kohlrabi stehen bereit. Woher ich sie habe, lest ihr im nächsten Post.

Nur noch eine kurze Info zum Thema Hochbeet, das nicht nur wegen der Schnecken eine sinnvolle Einrichtung ist: Denn während der Humus langsam verrottet, entsteht Wärme. Die Bodentemperatur der Hochbeete liegt dabei etwa sechs Grad Celsius über der von flachen Beeten. Toll, oder? Dadurch verlängert sich die Kulturzeit der Pflanzen nämlich um bis zu sechs Wochen. Da mein Garten leider im Halbschatten liegt (wegen der riesigen Bäume der Nachbarn…) haben viele die Sonne liebende Pflanzen es bei mir leider etwas schwerer. Daher habe ich als Standort für das Hochbeet den sonnigsten Punkt meines Gartens gewählt. Ob die kleinen Pflänzchen es mir danken werden? Davon dann demnächst mehr.

Habt ihr auch schon mal ein Hochbeet gebaut? Hat es die Schnecken abgehalten? Oder haben die kleinen Viecher die steilen Wände erklommen? Ich freue mich von euren Erfahrungen zu lesen!

 

PS: Die erste Nacht haben meine kleine Pflänzchen unbeschadet überstanden 🙂

5 Kommentare

  1. Wir haben ein Hochbeet aus alten Beton-Zaunsäulen gebaut. Da wohnt unten eine Hausmaus drin. Gegen Schnecken hilft es nur bedingt. Bei den Hochbeeten aus Holz-Steckkompostern ist das ähnlich. Wenn die Schnecken es erstmal bis oben geschafft haben, dann …
    Deshalb schützen wir die kleinen Zucchini-, Kürbis- und Tomatenpflanzen zusätzlich mit Metallringen. 🙂
    Schneckenabwehrtechnische Grüße aus dem Garten 🙂

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    • Hallo Karo-Tina, du hast völlig Recht. Absoluten Schutz bietet ein Hochbeet natürlich nicht vor Schnecken. Die ersten Wochen hatte kein Kriechtier Lust, den Weg bis nach oben auf sich zu nehmen 😉 Vorgestern allerdings fand ich verdächtige Löcher im Mangold, legte ich mich abends in der Dämmerung auf die Lauer und siehe da: Eine schon ziemlich dicke Schnecke kam zum Vorschein. Sie ist nun zum Bahndamm umgezogen. 😉 Beim Aufräumen meines Kellers habe ich gerade Metallschienen mit scharfen Kanten gefunden – die werde ich heute anbringen. Und nun schaue ich mir erstmal euer Hochbeet an. Lg, Astrid

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      • Hallo Astrid,
        scharfe Kanten allein sind für Schnecken übrigens kein Hindernis. Wir haben bei der Schreberjugend schon Schnecken problemlos über Messerschneiden kriechen sehen.
        Zucchinigrüße aus dem Garten 🙂

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      • Ach herrje… Ich bin dankbar für weitere Tipps, um die Schnecken von meinen Salaten fernzuhalten… Im Hochbeet habe ich nach wie vor keine Probleme, aber im normalen Beet haben sich einige eingenistet (und meine jungen Bohnenpflanzen gefressen). Ich sammle sie immer ab und bringe sie weg, weil ich sie nicht töten will… Aber irgendwie ist das noch nicht die Lösung.

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      • Gelege suchen und zerstören kann auch helfen. Beim Wegtragen sollten mindestens 500 Meter oder mehr Distanz zum Ursprungsort geschaffen werden. Schnecken sind nämlich schneller als ihr Ruf. Manche Arten schaffen hundert Meter und mehr in einer Nacht. Außerdem sollte dort, wo sie ausgesetzt werden, genug Futter sein, damit die Motivation, wieder in den Garten zurück zu kriechen, sinkt. 🙂
        Gastropodische Grüße aus dem Garten 😀

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