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Der Lebensbaum: Baobab

Wenn ein Baobab stirbt, dann zieht oft ein ganzes afrikanisches Dorf um. Es sucht sich einen neuen Affenbrotbaum, an dessen Seite es leben kann. Viele Menschen auf dem afrikanischen Kontinent glauben nämlich, dass es rund um einen Baobab zu weniger Infektionskrankheiten und Epidemien kommt. Sie nennen ihn daher auch Lebens- oder Zauberbaum.

Warum ich hier über den Baobab schreibe? Weil der Baum faszinierend und das Pulver seiner Frucht sehr gesund ist. Für das Magazin „natürlich“ habe ich vor einiger Zeit schon einmal über den Affenbrotbaum geschrieben. Nun möchte ich euch an dem teilhaben lassen, was ich über den Baobab gelernt habe. Zukünftig werde ich hier häufiger mal über Superfoods – heimische wie exotische – schreiben.

Der Baobab wird bis zu 25 Meter hoch, sein Stamm kann einen Durchmesser von zehn Metern erreichen. Und erst im Alter von etwa 100 Jahren entwickelt er seine ausladende Krone – damit ist der Baum ein eindrucksvolles Symbol der afrikanischen Savanne. Er kann ein geradezu biblisches Alter von 3.000 Jahren erreichen. Wer einmal vor einem Affenbrotbaum gestanden hat, wird ergriffen sein und seinen Anblick definitiv nie mehr vergessen.

Die Afrikaner nutzen schon seit vielen Jahrhunderten nahezu alle Teile des Baobabs zur Herstellung traditioneller Arzneimittel. Die Früchte, Samen, Blätter, Blüten, Wurzeln und selbst die Rinde des Baumes sollen bei Infektionskrankheiten wie Malaria und Pocken, bei Fieber und Zahnschmerzen sowie bei Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes helfen. Die Frucht des  Baobabs ist reich an antioxidativ wirksamen Polyphenolen, sekundären Pflanzenstoffen also, die entzündungshemmend und krebsvorbeugend wirken. Der Antioxidantiengehalt der Baobab-Frucht soll höher sein als der von Acai- oder Goji-Beeren.

Weisheit ist wie ein Baobab-Baum: Kein Einzelner kann sie umfangen.

Aus diesem Grund wird sie in Europa seit einiger Zeit als Superfood betrachtet. Es gibt Baobab hierzulande beispielsweise in Pulverform, das man ins Müsli oder den Smoothie einrührt. Angeblich wirkt die Beigabe in etwa so wie bei Popeye der Spinat: Man bekommt Superkräfte. Nun ja, auch wenn die Muskeln nicht gleich so sprießen, die Frucht gilt auf jeden Fall als idealer Ballaststoff- und Vitamin-C-Lieferant. Sie ist zudem reich an Calcium, Kalium, Vitamin B6 und Eisen. Vitamin C stärkt unser Immunsystem, es unterstützt zudem die Aufnahme von pflanzlichem Eisen aus der Nahrung.

Baobab-Affenbrotbaum (1)Calcium kräftigt die Knochen, während Kalium für Muskeln und Nerven eine wichtige Rolle spielt. Vitamin B6 sorgt für starke Nerven und gute Abwehrkräfte. Und Eisen schließlich sorgt für den Sauerstofftransport im Körper. Eisenmangel ist laut Weltgesundheitsorganisation der häufigste Nährstoffmangel weltweit. Mit seinen Wirkstoffen kann Baobab also durchaus zu einer gesunden Ernährung beitragen.

Interessant ist, dass das Fruchtfleisch im reifen Zustand bereits trocken und pulverartig ist und daher keiner weiteren technischen Behandlung bedarf. So sollen alle Nähr- und Vitalstoffe des Fruchtfleisches erhalten bleiben.

Übrigens: So mancher Hollywood-Star und so manches Model-Sternchen schwören neuerdings auf Baobab in Kapsel- oder Pulverform. Wohl weil die regelmäßige Einnahme den Hunger bremsen und so beim Abnehmen helfen soll. Und dabei hat ein Esslöffel Baobab nur zwölf Kalorien.

Noch eine Legende zum Ende: Die Astkrone des Baobabs erinnert an ein stark verzweigtes Wurzelsystem. In Afrika sagt man daher, dass der Affenbrotbaum ein vom Teufel verkehrt herum gepflanzter Baum sei.

Und ein schneller Tipp: Beim Kauf von Baobab sollte man darauf achten, ob das Pulver wärmebehandelt wurde. Denn diese Maßnahme hätte Vitalstoffverluste zur Folge. Daher sollte man das Pulver auch nicht in kochendes Wasser einrühren. Man gibt es erst dann zu warmen Speisen, wenn diese bereits etwas abgekühlt sind. Oder man rührt es gleich in den kalten Saft oder Joghurt ein.

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Wer ich bin? Journalistin - Tierfreundin - Naturbegeisterte - Reisende - Sportlerin - Yogi - begeisterte Köchin. Manchmal auch zweifelnd - traurig - wütend - angesichts des Zustands dieser Welt.

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