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Leckere Reise um die Welt

Schon im ganzen vergangenen Jahr wollte ich eigentlich regelmäßig Buchtipps veröffentlichen. Ich kam leider nie dazu. Vielleicht wird es ja jetzt was 😉 Eine Weltreise ist dieser Tipp vielleicht nicht ganz – aber er führt uns aus heimischen Gefilden bis nach Sri Lanka. Macht zumindest eine halbe Weltreise. 

Heute möchte ich euch meine drei aktuellen Highlights vorstellen. Björn Moschinskis „Vegan quick & easy“, Nicole Justs „La Veganista – Iss dich glücklich mit Superfoods“ und – gerade erschienen – Justin P. Moores „The Lotus and the Artichoke – Sri Lanka“.

Vegan quick & easy

Moschinskis Buch enthält über 60 Blitzrezepte. Das Wörtchen „Blitz“ ist genau das, was mir daran so gut gefällt. Alle Rezepte sind schnell und einfach nachzukochen, für viele benötigt man nicht länger als 30 Minuten. Es gibt also keine Ausrede mehr, warum man nicht selbst kocht. „Dauert so lange“, „ist so aufwändig“ – das alles zählt nicht mehr. Mein Lieblingsrezept aus diesem Buch ist der Kichererbsen-Tofu-Eintopf. Wie soll es auch anders sein, wo ich doch Kichererbsen so liebe und sie in viele meiner eigenen Kreationen mit hineinhüpfen lasse. 🙂 Das Gericht habe ich hier bereits vorgestellt. So lecker!

Aber auch Moschinskis andere Kreationen sind klasse. Sein Süßkartoffel-Omelett mit Avocado-Zucchini-Salat schmeckt mir ebenso prima wie die Kürbispuffer mit Champignon-Rahmsauce oder die Blätterteigschnecken mit Tofu und Zwiebeln.

Eine bunte Zugreise

Das Buch ist wie eine bunte Zugreise: Da gibt es den Snack-Express für den kleinen Hunger, in dem Wraps und Knabbereien vorgestellt werden. Den Salat-Express, wo jeder seinen Lieblingssalat findet. Den Suppen-Express, wo Linsensuppe mit Ananas oder Rote-Bete-Suppe mit Birnensalat zu bekommen sind. Den Ofen-Express, wo Pakora-Muffins und Tortilla-Pizza aufgetischt werden. Den Herd-Express mit innovativen Klassikern aus Topf und Pfanne wie oben bereits erwähntes Süßkartoffel-Omelett. Und den Süß-Express, wo Haselnuss-Pannacotta, Mandel-Schmarrn und Kokos-Milchnudeln die Herzen aller Naschkatzen höher schlagen lassen.

Im Anhang gibt es noch Infos zu Vorratshaltung, Warenkunde, Garmethoden. Das Buch selbst ist cool wie der Autor selbst. Das Cover kommt retro daher, als wäre es schon durch viele Hände geglitten und dadurch so abgegriffen. Mir gefällt’s. Die Zutatenlisten ebenso wie die Beschreibungen zu den Gerichten sind kurz und übersichtlich – eben für alle, die nicht viel Zeit haben. Und, so das  Versprechen des Autors: „95 Prozent der Zutaten bekommt ihr im Supermarkt um die Ecke.“ Denn auch das frisst Zeit, wenn man für ein Gericht in drei verschiedene Läden muss.

Zu jedem Gericht gibt es überdies einen kurzen Tipp. Beispielsweise wie man ein Gericht noch weiter vereinfachen kann. Oder wie man Reste weiterverwenden kann. Oder Wirkweisen verschiedener Gewürze und Kräuter. Es gibt viel zu entdecken.

Fazit: Vegan quick & easy ist für all die geeignet, die nicht viel Zeit haben, um am Herd zu stehen, aber dennoch gesund und lecker kochen wollen.

Moore-Moschinski-Just 2

La Veganista – Iss dich glücklich mit Superfoods

Schon Nicole Justs Erstlingswerk steht in meiner Küche. Es hat mir quasi den Weg in die vegane Küche geebnet. Bei ihr habe ich gelesen, wie ich Eier in Süßspeisen ersetze, wie ich einen Frühstückseigeschmack aufs Brötchen zaubere, welche Milchalternativen es gibt etc.. Im Herbst 2015 kam also Superfoods auf den Markt. Zunächst war ich skeptisch. Bitte nicht ein weiteres Buch, das Chia-Samen, Goji-Beeren, Baobab und Co. hypt! Doch da hatte ich mich geirrrt. Beim Blick ins Buch stellte ich fest, dass Nicole Just heimische Superfoods meint. Also beispielsweise Grünkohl und Blaubeeren. Mit ihren eigenen Worten: „Obst und Gemüse mit Superpower. Zutaten also, die schon Oma in ihrem Garten angebaut hat.“ Außerdem achtet sie darauf, nur das zu kochen, was gerade Saison hat. Sie möchte „Anregungen geben, heimische und nicht heimische Lebensmittel saisonal zu kombinieren, sich mit Spaß und Genuss zu ernähren und dabei sogar auf Industriezucker, stark verarbeitete Lebensmittel und Weißmehl zu verzichten“. Gekauft, dachte ich.

Gefüllter Kürbis mit Joghurt-Sesam-Sauce

Viele Seiten habe ich schon zum Nachkochen mit bunten Zettelchen versehen. Mit meinem veganen Kochtreff ausprobiert habe ich bereits den Gefüllten Kürbis. Das Gericht ist der Hammer! Nachlesen könnt ihr es hier auf meinem Blog. Als jemand, der ebenfalls auf saisonale Zutaten in seinen Gerichten achtet, habe ich kürzlich erst den Wintergemüsetopf mit gelben Linsen und Topinambur gemacht. Toll! Die Mie-Nudeln mit Wok-Gemüse habe ich ebenfalls schon ausprobiert. Es ist sicher eines der leichter nachzukochenden Gerichte – aber ebenfalls sehr lecker. Spannend finde ich die Grünkohl-Sesam-Bällchen, die ich nun bald machen werde. Jedes Mal läuft mir das Wasser im Mund zusammen, wenn ich das Foto sehe.

Superfoods ist sicher ein Buch, das mich die nächsten Jahre begleiten wird. Da viele Gerichte schon aufwändig sind und man eher eine ganze als eine halbe Stunde in der Küche steht, ist es das Buch für die besonderen Gelegenheiten und langen Wochenenden. Aber die gibt es glücklicherweise ja auch oft genug. 🙂

Auf nach Sri Lanka

Erst Anfang Dezember bekam ich Justin P. Moores neuestes Kochbuch über Sri Lanka in die Hände. Wie schon für seine anderen beiden Bücher reiste Justin P. Moore auch diesmal wieder an den Ort des Geschehens. 2014 war er zehn Wochen in Sri Lanka, dem Inselstaat am Südzipfel Indiens, unterwegs. Von seiner kulinarischen Reise hat er aus den unterschiedlichsten ­Regionen spannende Rezepte mitgebracht, zu denen er sich in einfachen Restaurants, in Imbissen am Straßenrand und – vor allem – von der Herzlichkeit und Gastfreundschaft der Bevölkerung inspirieren ließ.

Currys in allen Variationen

Mich begeistern bisher vor allem seine Currys. Egal, ob Spinat-, Möhren-, Okra- oder Rote-Bete-Curry – sie lassen sich alle in etwa 30 Minuten zaubern. Dank der ungewöhnlichen Gewürzkompositionen schmecken sie einfach köstlich. Und wenn man sich erst mit Kreuzkümmel, Koriander, Kurkuma, Curry und Co. eingedeckt hat, kann man seine Gerichte auch schnell und spontan nachkochen. Auch das gefällt mir an diesem Titel: Dass ich nicht für jedes Gericht wieder los muss, neue Gewürze besorgen. Klar, es gibt auch solche, deren Namen man im ersten Moment nur singen kann 🙂 Asafoetida beispielsweise – Hingpulver. Dazu habe ich Folgendes gelesen: Riecht furchtbar, schmeckt lecker. Na denn… Ich muss demnächst mal ein Gericht raussuchen, in das Asafoetida hineingehört und es testen. Ich bin gespannt!

Mein Favorit in diesem Sri-Lanka-Kochbuch hat natürlich etwas mit meiner liebsten Hülsenfrucht zu tun. Kadala Thel Dala – die teuflisch würzigen Kichererbsen haben es mir total angetan. Rezept folgt wahrscheinlich demnächst. Erst muss ich endlich mal Fotos machen, wenn ich sie nachkoche.

Justin P. Moore ist hier den Geheimnissen und Traditionen einer ihm bis dato fast unbekannten Küche auf der Spur. Erzählungen seiner Erlebnisse vervollständigen das Buch. Wer es gelesen hat, möchte am liebsten gleich einen Flug buchen. Sri Lanka, wir kommen!

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