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Die Gier der Schnäppchenjäger

Ebenfalls nicht faul war ich am letzten September-Sonntag. Ich war zu Gast bei der Bio-Nord in Hannover. Die Messe ist nur für Fachbesucher, ich war gemeinsam mit drei Kollegen für unsere Zeitschriften eve und natürlich dort. Zur Info: Die eve findet ihr in vielen Bioläden, die natürlich in vielen Reformhäusern. Jedes Magazin hat eine Auflage von rund 500.000 Exemplaren.

Messe-Bio-Nord-Hannover (12)

Der Stand von Phyto Treasures war oft umlagert.

Doch nun zur Bio-Nord: Unser Stand lag in der Nähe des Eingangs, zwischen den Ständen von Lauretana (Wasser) und Phyto Treasures, deren vermutlich beste Kundin ich war. Phyto Treasures bedeutet: pflanzliche Schätze. Und die haben Mike und André, die beiden Geschäftsführer des Berliner Unternehmens, dort auch. Als erstes sind wohl die tollen Beond-Rohkostriegel zu nennen: roh, vegan, glutenfrei, laktosefrei, sojafrei. Sie sind aber nicht nur „frei von“, sondern auch „voll von“. Voll von Antioxidantien und Proteinen und voller Geschmack. Es gibt sie in den Richtungen Rohschokolade, Acai-Beeren, Apfel & Zimt, Baobab Ananas, Blaubeeren und Sauerkirsche. Weiter vertreibt Phyto Treasures die leckeren Ombar-Schokoladen. Nahrreich, aus unraffiniertem Rohkakao und mineralreichem Kokosblütenzucker. Meine Lieblingssorte ist die Kokosmilch, weil sie so toll cremig ist. Die mögen übrigens auch Kinder sehr gern, wenn man sie ein wenig von der konventionellen Schokolade lösen möchte. Testen solltet ihr auch unbedingt die „wahrscheinlich leckersten Grühnkohlchips der Welt“ – so der Werbeslogan. Die Kale Chips von Rawlicious, auch über Phyto erhältlich, gibt es in den Sorten Thai Chilli, Indian Spice, Original Cheezy und Double Pepper.

Merle an unserem Stand

Merle an unserem Stand

Während unsere beiden Kollegen mit vielen Kunden und Ausstellern verabredet waren, haben Merle und ich unseren Stand vertreten. Wir haben hunderte Zeitschriften verteilt und uns bei den vorbeikommenden Inhabern von Bioläden und Reformhäusern erkundigt, ob sie zufrieden mit der Zustellung ihrer Zeitschrift sind, ob sie genügend Magazine bekommen etc.

Leider war zuwenig Zeit, um jeden Stand, der mich interessierte, zu besuchen. Einige habe ich aber geschafft. Völlig begeistert bin ich von den Cheesana-Aufstrichen von Sanchon. Die schmecken durch den hohen Anteil an Cashewkernen so richtig käsig und cremig. Die Sorte Jalapeno bekam ich am Stand geschenkt, ausprobiert habe ich in der vergangenen Woche zudem Rauch-Zwiebel und Tomate. Toll! Man kann die veganen Aufstriche einfach so aufs Brot streichen oder zum Überbacken in den Ofen geben oder den Cheesana mit Pflanzenmilch verdünnen – schon hat man eine köstliche und vor allem schnelle Gratinsauce.

Autogramm musste sein ;-)

Autogramm musste sein 😉

Mein persönliches Highlight war das Gespräch mit Jérôme Eckmeier. Der Vegan-Koch versorgte die Gäste am Stand von Tofutown/Viana mit überbackenen Toasts. Zwischen zwei superleckeren Schnitten, die ich mir einverleibte, stellte er mir seine 12-jährige Tochter vor, die schon wie ein Profi am Grill zugange war, damit Papa Zeit für die Kunden hatte. Er erzählte mir von seinen Büchern – das Vegan backen werde ich in der Dezember-Ausgabe der natürlich mit zwei oder drei Rezepten vorstellen. Vormerken also! 🙂

Vegane Brownies - saftig, lecker, perfekt

Vegane Brownies – saftig, lecker, perfekt

Erzählen will ich euch unbedingt noch von FBM, der Fallersleber Backwaren Manufaktur. Brownies, Schlemmerkugeln, Cookie Schokoflash – alle Leckereien vegan, ich konnte kaum genug bekommen. 😉 Nun ist nicht die gesamte Produktlinie von FBM rein pflanzlich, doch damit präsentierten die Macher sich auf der Messe. Schön, dass sie auch vegan können. Freut mich immer wieder zu sehen, dass viele Firmen umsatteln, sich auf die Bedürfnisse pflanzlich lebender Menschen einstellen. Ein Beitrag zum Umwelt- und Tierschutz ist es allemal. Man bekommt FBM-Produkte in Bioläden und Naturkostgeschäften, einfach mal drauf achten.

Und sonst? Alle knapp 400 Aussteller von Allos bis Zwergenwiese aufzuzählen macht wohl wenig Sinn. Mich haben die Menschen „beeindruckt“, die mit 10 oder 15 Tüten voller Artikel am Abend nach Hause zogen. Das sind die, die an jedem Stand fragen, was sie umsonst mitnehmen dürfen. Natürlich habe auch ich mich über das ein oder andere Give-away, das ich geschenkt bekommen habe, gefreut, na klar, der Cheesana und die Ombar-Schoki sind längst aufgegessen, aber sonst? Selbst auf der Biomesse werden Menschen zu unersättlichen Schnäppchenjägern. Unglaublich…

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Übrigens: Die herausgehobenen Firmen habe ich freiwillig und ohne irgendetwas dafür zu bekommen, hier vorgestellt. Da ich quasi inkognito und nicht von der natürlich an ihren Ständen war, wissen sie auch nichts von ihrem Glück. Mit den Jungs von Phyto Treasures war ich oft im Gespräch, da wir ja direkte Nachbarn waren, aber auch ihnen habe ich nicht verraten, dass ich in meinem Blog über sie schreiben werde.

4 Kommentare

  1. Joachim Kübler sagt

    “ Selbst auf der Biomesse werden Menschen zu unersättlichen Schnäppchenjägern. Unglaublich…“ Nun ja, warum sollten Menschen auf einer Biomesse anders sein als auf irgend einer anderen, normalen Messe.

    Bio macht uns nicht besser, und an das Gute im Menschen sollte man ohnehin besser nicht glauben.

    Viele Grüße,

    Joachim

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    • Hallo Joachim,
      du hast wohl Recht, warum sollten Menschen auf einer Biomesse anders sein… Irgendwie dachte ich, dass, wer Bio kauft und vertreibt, auch mehr nachdenkt über Nachhaltigkeit, Konsum und weitere in diese Richtung gehende Werte… Da hab ich mich wohl geirrt. 😦

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  2. Joachim Kübler sagt

    Ich glaube, dass gerade in der Bio-Industrie nicht unbedingt über Nachhaltigkeit nachgedacht wird. Wenn ich mir die ganzen Plastikverpackungen anschaue, kommt mir manchmal schon die Galle hoch. Oder Soja“milch“ – kenne ich bisher nur einen Hersteller von Soja“milch“ in Pfand-Glasflaschen. Alles andere Tetrapak. Ich denke, dass das längst ein Wirtschaftszweig ist wie viele andere auch. Schade eigentlich.

    Joachim

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    • Oh ja, beim Thema Plastik kriege ich auch immer eine Krise. Und im Bioladen werde ich besonders wütend, wenn die Menschen ihre Äpfel in Plastiktüten einpacken… Da würde ich immer am liebsten dazwischen gehen und ihnen meine Meinung geigen. Mach ich dann meistens nicht… Münster bekommt nun übrigens gleich zwei Unverpackt-Läden, einer hat gestern aufgemacht. Muss nun dringend hin und mir das Ganze anschauen. Freue mich total über dieses Angebot 🙂 Über Plastik in den Weltmeeren findest du übrigens auch einen Artikel auf meinem Blog.

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