In den Topf geguckt
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Vegane Grillparty

Ihr habt Lust zu grillen? Wollt aber nicht JEDES Mal Fleisch auf den Rost werfen? Hier habe ich einige leckere Alternativen für euch – an Fleischessern erprobt und für lecker befunden. grill-smilie
Klar, man kann jedes erdenkliche Gemüse grillen – und das auf viele schmackhafte Art und Weisen. Aber manchmal gelüstet es einen ja auch nach etwas richtig Deftigem. Aber muss es unbedingt Tier sein? Nein!

Hier sind zwei Möglichkeiten, wie ein veganes Grillen auch für Fleischesser zu einem echten Erlebnis wird. Für Variante eins muss man allerdings vorplanen – sie klappt nicht mehr heute. Denn die verwendeten Steaks habe ich in noch keinem Laden entdecken können, man muss sie online bestellen. Ich tue das bei Roots of Compassion – der Online-Shop hat sein Lager in Münster (Nähe Schiffahrter Damm), ich kann dort meine Bestellungen persönlich abholen und spare das Porto. Die veganen Soja Big Steaks bestehen aus texturiertem Soja und eignen sich hervorragend für vegane Steaks oder Schnitzel. Texturiertes Soja zeichnet sich durch seine faserige Konsistenz, die vielen Verwendungsmöglichkeiten (nimmt jeden Geschmack an) sowie seinen hohen Proteingehalt aus.

Was tut man nun damit? Man übergießt die Steaks mit heißer Gemüsebrühe und lässt sie etwa 10 bis 15 Minuten darin. Danach sind sie bereit für die weitere Verwendung. Letztlich könnt ihr jede erdenkliche Marinade vorbereiten, um die Steaks wie ganz normales Fleisch darin einzulegen.

Meine Marinade – oder genauer: Michaels Marinade – sieht so aus (Menge für drei Steaks):
4 Knoblauchzehen
3 EL Paprikapulver scharf
2 TL Kreuzkümmel
1 Tl Koriander
2 EL Zitronensaft
8 EL Olivenöl
grobes Salz, Pfeffer

Knoblauchzehen kleinschneiden und durch die Presse geben. Dann mit einem gutem Teelöffel Salz im Mörser zerstoßen. Anschließend einfach alle anderen Gewürze zugeben und gut mischen. Die Gewürzmischung in eine Schüssel geben und mit dem Olivenöl und dem Zitronensaft verrühren. Die Steaks einige Stunden darin einlegen. Und schon habt ihr total leckeres, „echt“ schmeckendes Grillgut (auf der Collage das linke obere Foto). Ich wette, dass der ein oder andere nicht merken wird, dass er hier gar kein richtiges Fleisch isst. Meine Testesser Michael und Jannis, beide ab und an einem „guten“ Stück Fleisch nicht abgeneigt, waren jedenfalls total begeistert. Der Tenor: Wenn es so lecker ist, brauche ich kein echtes Fleisch zum Grillen.

Vegane Fleischalternativen gibt es mittlerweile in den meisten Supermärkten, selbst bei Discountern wie Aldi. NETTO macht in dieser Woche Werbung für eine ganz besondere Grillaktion: Unter dem Motto „Veganes Grillvergnügen“ ist ein spezielles Grillpaket erhältlich, das aus veganen Bällchen am Spieß, Burgern und Gemüseburgern besteht. Die Produkte werden auf der Basis von Weizenprotein hergestellt. Probiert es doch gleich heute mal aus!

Wenn es um bereits fertig gewürzte Vleisch-Stücke geht, sind die Virginia Steaks von Wheaty mein absoluter Favorit. Es gibt sie u. a. in den Superbiomärkten. Sie kommen in einer bunten Gewürz-Optik daher, haben einen saftig- faserigen Biss und einen tollen Geschmack. Man kann sie in der Pfanne kurz anbraten oder kurz von beiden Seiten auf den Grill werfen (auf der Collage das rechte obere Foto). Nicht zu lange, damit sie nicht austrocknen. Die Virginia Steaks haben durch die Gewürze einen wunderbaren, leicht scharfen Geschmack. Und seien wir mal ehrlich: Auch Fleisch schmeckt erst durch die Gewürze.

So, und nun noch einen gemüsigen Vorschlag: Balsamico-Möhren (für drei Personen)
9 Möhren
3 Zweige Rosmarin
3 EL Balsamico-Essig
3 EL Olivenöl
1 Orange (Saft und Schale)
2 EL Zuckerrübensirup (der ist so schön dickflüssig)
1/2 Chilischote, fein gehackt
Salz

Zunächst die Möhren fünf Minuten in Salzwasser kochen, dann abschrecken. Derweil Rosmarin fein hacken, Orange auspressen und Schale abreiben und mit den restlichen Zutaten vermischen. Nun die mit einem Messer angeritzten Möhren in die Marinade legen (so kann der Saft besser ins Gemüse einsickern) und etwa eine Stunde ziehen lassen. Auf den Grill kommen sie unter Wenden anschließend für etwa fünf Minuten. Wir haben sie direkt auf den Rost gelegt. Nimmt man lieber eine Grillschale brauchen sie sicher etwas länger.

Wir hatten zudem einen grünen Salat, selbstgemachtes Brot und Kräuterbutter zum Grillen. Danach waren wir alle so richtig satt. Und glücklich. Guten Appetit! coolsmiley.de.04.34.0050

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Wer ich bin? Journalistin - Tierfreundin - Naturbegeisterte - Reisende - Sportlerin - Yogi - begeisterte Köchin. Manchmal auch zweifelnd - traurig - wütend - angesichts des Zustands dieser Welt.

10 Kommentare

  1. Anton sagt

    Es muss wirklich nicht jedes Mal Fleisch sein. Die Rezepte hören sich richtig lecker an, bei nächster Gelegenheit werde ich sie ausprobieren!

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  2. Menzi sagt

    Nein Danke für so ein künstliches Zeug
    habe ich echt nichts über!!
    Es geht nichts über ein gutes Stück
    Schweine bzw. Rindfleisch und wenn
    es dann Bio sein muss, ist Wild das
    allerbeste ( 100 % Bio ) und schmeckt
    auch ohne Gewürze super.

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    • Hi Menzi,
      ich finde ja probieren geht über studieren 🙂 Ich möchte Alternativen aufzeigen, damit Menschen weniger Fleisch essen. Wenn jetzt jeden Abend oder zumindest drei Mal in der Woche gegrillt wird, muss dann wirklich jedes Mal Fleisch auf dem Grill liegen? Mir geht es dabei einerseits um die Tiere, die so viel Leid durch uns Menschen erfahren (jedes Jahr werden weltweit 58 Milliarden Tiere geschlachtet…). Mir geht es aber um mehr: Die Massentierhaltung, mit der du sicher auch nicht einverstanden bist, ist eine der Hauptursachen für unsere ökologischen Missstände, weil dadurch mehr Treibhausgase produziert werden als durch die gesamte Transportwirtschaft. 70 Prozent des früheren Amazonas-Regenwaldes in Lateinamerika sind abgeholzt, dienen als Weidefläche. Ein großer Teil der restlichen 30 Prozent wird zudem dafür genutzt, Nutzpflanzen für unsere Tiere hier in Europa anzupflanzen. Wenn die Menschheit sich pflanzlich ernähren würde, könnte man 12 Milliarden Menschen satt bekommen – solange wir Europäer und Amerikaner und leider auch in zunehmendem Maße die Asiaten immer mehr Fleisch essen, verhungern aber in Afrika jedes Jahr zwei Millionen Kinder… Das ist nicht gerecht! Wenn wir diesen Planeten für zukünftige Generationen bewahren möchten, dann müssen wir weniger Fleisch essen – daran führt kein Weg vorbei. Ach, ich könnte dir so viel zu dem Thema sagen… Zwei Dinge noch direkt zu deinem Post: Erstens: Meine Steaks sind NICHT künstlich, sie sind aus Sojabohnen. Und zweitens: Du hast sicher recht, dass das Fleisch eines Wildtieres lecker ist und vermutlich auch gesund. Das kann man von hochgezüchteten Schweinen in der Turbomast ganz bestimmt nicht behaupten. Ein Tier zu schießen und selbst zu essen, ist zudem wohl die ethisch am ehesten vertretbare Weise, wenn man denn Fleisch essen möchte.

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    • Ja genau. Der Klima- und Umweltschutz ist mir – neben dem Tierschutz – sehr wichtig. Und ich finde, dass Menschen, denen die Tiere egal sind, zumindest darüber nachdenken müssen – wie wir es schaffen, diesen Planeten vor der Zerstörung zu bewahren. Und das geht eben am effektivsten durch den Verzicht auf Fleisch. Eigentlich ganz einfach, oder?

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    • Danke für den Hinweis 🙂 Ich denke immer ein wenig lokal und hier in Münster und Umgebung habe ich die Soja Big Steaks noch in keinem Laden gefunden. Leider… Und Tegut-Supermärkte gibt es in ganz NRW nicht… Da sollen sich unsere Biomärkte mal etwas ranhalten 🙂

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