In den Topf geguckt
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Pesto aus Knoblauchsrauke

Durch die Kräuterwanderung am vergangenen Wochenende habe ich einen neuen Blick für die Natur bekommen. Beim Joggen oder Radfahren erwische ich mich ständig dabei, wie ich die Kräuter am Wegesrand scanne und schaue, ob ich sie erkenne. Natürlich weiß ich erst wenig, es bietet sich auf jeden Fall an, öfter mal – und vor allem zu verschiedenen Jahreszeiten – geführte Kräuterwanderungen zu unternehmen. Wie auch immer: Gestern habe ich eine schöne Stelle – abgelegen von großen Straßen und Hundespazierwegen – im Wald an einem Bach entdeckt, wo die Knoblauchsrauke gerade in Massen wächst. Aus ihr habe ich am Abend ein tolles Pesto gemacht.

So gehts:

etwa 100 g Blätter und Blüten der Knoblauchsrauke
4 Knoblauchzehen
60 g Pinienkerne
150 ml Olivenöl
1 TL Salz
etwas Pfeffer

DSC_0692Die Rauke muss nicht unbedingt gewaschen werden. In meinem neu erworbenen Naturführer „Essbare Wildkräuter und Wildbeeren für unterwegs“ von Kosmos steht, dass die Knoblauchsrauke durchs Waschen bzw durchs Trocknen an Aroma verliert. Auch Wanderführer Jürgen meinte in der vergangenen Woche, dass man Kräuter nicht waschen muss, wenn man sie an naturnahen Stellen findet. „Die Chance sich mit dem Fuchsbandwurm zu infizieren ist so hoch wie ein Sechser im Lotto“, meinte er.

DSC_0696Nun also die Pinienkerne in einer trocknene Pfanne goldbraun rösten und mit der Rauke, den grob klein geschnittenen Knoblauchzehen, dem Olivenöl sowie Salz und Pfeffer im Mixer zu einer cremigen Masse verarbeiten. Ich habe das Pesto dann gleich mit geröstetem Brot probiert und finde es richtig lecker! Den Rest habe ich in ein Glas gefüllt, es wird uns heute zu unseren Nudeln bestimmt super schmecken. Im Kühlschrank hält sich Pesto übrigens mehrere Wochen, wenn man den Rand des Glases sauber hält und das Pesto immer mit einer Schicht Öl bedeckt.

DSC_0528Wer die Knoblauchsrauke in seinem Garten ansiedeln möchte, muss im Sommer die reifen schwarzen Samen sammeln und unter einer Hecke aussähen. Meist zeigen sich dann schon im kommenden Frühjahr die ersten Blätter. Die Pflanze vermehrt sich anschließen von selbst, wenn immer ein paar Samenstände reifen dürfen. Aus den schwarzen Samen lässt sich laut Wildkräuterführer übrigens auch Senf machen – jedenfalls haben die Menschen im Mittelalter dies getan. Vielleicht probiere ich das im Sommer mal. Klingt jedenfalls spannend, finde ich. 🙂 Ach ja, und noch dies: Die Knoblauchsrauke ist reich an Provitamin A und Vitamin C.

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Wer ich bin? Journalistin - Tierfreundin - Naturbegeisterte - Reisende - Sportlerin - Yogi - begeisterte Köchin. Manchmal auch zweifelnd - traurig - wütend - angesichts des Zustands dieser Welt.

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