Monat: Mai 2015

Abwarten und Tee trinken?

So, und nun mal ein paar längst überfällige News zu meinem Gemüsebalkon-Projekt. Zunächst mal: Alle Samen, die ich im März in kleine Töpfchen gesät hatte, haben sich prima entwickelt. Es handelt sich hier um fünf Tomaten-, drei Paprika- und drei Zucchini-Pflanzen. Nachdem sie im April oft schon tagsüber auf den Balkon durften und sie prima wuchsen, hat der Mai uns einen kleinen Strich durch die Rechnung gemacht. Eigentlich hatte ich mir das so gedacht, dass die Tomaten längst die ersten Blüten haben – nun, die haben sie nicht. Und sie haben sich auch noch nicht so kräftig entwickelt, wie das sein sollte.

In die Erde, fertig, looooos!

Da habe ich irgendwie ziemlich spontan und impulsiv gehandelt. Kürzlich las ich im Blog „Schlemmerbalkon“ von AnDi über die OBI-Frühlingsaktion. Die beiden Blogger hatten sich dort gemeldet und bekamen von dem Baumarkt einen Brief mit Saatgut geschenkt. Ich konnte nicht widerstehen, bewarb mich kurzerhand und hielt – zack – wenige Tage später einen orangefarbenen Umschlag mit 14 Tütchen und ganz viel Konfetti in den Händen. Und einem Anschreiben mit der Überschrift: „In die Erde, fertig, looooos!“ Dankeschön, OBI! Und dankeschön Schlemmerbalkon! 

Was macht man mit geschenkten Zucchini?

Die Gemüsefrau in meinem kleinen Obstladen hat mir gestern fünf Zucchini geschenkt! Sie waren zwar schon etwas weich, verkaufen konnte sie sie so nicht mehr – aber ich fands total nett von ihr. 🙂 Also habe ich schnell umdisponiert, eigentlich sollte es nämlich eine Tajine aus Möhren und Lauch geben. Und was macht man mit älterem und weicherem Gemüse? Klar, Suppe! Das Mistwetter draußen lud ebenfalls dazu ein – und so gab es gestern und heute bei uns Zucchinisuppe.

Stullen im Café Drei:klang

Als mir einer der Macher erzählt, dass das Café Drei:klang früher mal eine Schlachterei war, bleibt mir fast mein veganes Mett-Brot im Halse stecken. Schlechtes Karma? Oder vielleicht ein positives Zeichen? Hier werden schon lange keine Tiere mehr getötet, sondern Stullen mit veganen Aufstrichen verkauft. Ist doch was!

Vegane Sushi-Bar in Münster

Er ist da, der dritte vegane Laden in Münster! 🙂 Makimaki sushi green hat Anfang Mai eröffnet, an Tag vier war ich da und hatte meine liebe Freundin Kirsten, die begeisterte Sushi-Esserin ist, im Schlepptau, damit sie mittestet. Da Sushi für mich immer nur roher Fisch bedeutet hat, hab ich nie einen solchen Laden aufgesucht. Gelernt habe ich nun, dass Sushi einfach nur Essig-Reis-Gemisch bedeutet und somit ganz leicht vegetarisch oder vegan sein kann. Und nun also gleich eine rein vegane Sushi-Bar in Münster. Toll!

Pesto aus Knoblauchsrauke

Durch die Kräuterwanderung am vergangenen Wochenende habe ich einen neuen Blick für die Natur bekommen. Beim Joggen oder Radfahren erwische ich mich ständig dabei, wie ich die Kräuter am Wegesrand scanne und schaue, ob ich sie erkenne. Natürlich weiß ich erst wenig, es bietet sich auf jeden Fall an, öfter mal – und vor allem zu verschiedenen Jahreszeiten – geführte Kräuterwanderungen zu unternehmen. Wie auch immer: Gestern habe ich eine schöne Stelle – abgelegen von großen Straßen und Hundespazierwegen – im Wald an einem Bach entdeckt, wo die Knoblauchsrauke gerade in Massen wächst. Aus ihr habe ich am Abend ein tolles Pesto gemacht.

Kräuterwanderung im Münsterland, Teil 2

Endlich geht es los! Wir schließen die Pforte zu Jürgens Garten und wollen hinein in den Wald. Soweit kommen wir indes nicht, denn einer der Teilnehmer entdeckt Knoblauchsrauke am Wegesrand auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Also beugen wir uns alle interessiert über das Pflänzchen und lassen uns von ihm erzählen. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein Knoblauchgeruch – daher auch der Name. Aber auch die Blätter schmecken knoblauchartig. Daher wird die Rauke später auf jeden Fall in meinem ersten Wildkräutersalat Verwendung finden. Sie schmeckt wohl auch besonders gut als Pesto. Die Knoblauchsrauke gedeiht hervorragend in Gebüschen und Hecken sowie an Mauern und Wegrainen, in Gärten und auf Schuttplätzen. Sie befindet sich häufig in der Gesellschaft von Brennnesseln – diese schmerzhafte Erfahrung habe ich heute Morgen gemacht, als ich sie an einem kleinen Bach entdeckte und mal eben schnell in Shorts sammeln ging.