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Kong ohne King

Koreanische Küche in Münster – die gab es bis vor einem Jahr nicht. Dann jedoch eröffneten die Macher vom fok (Fleisch oder Kartoffel) am Hansaring 37 das Restaurant Kong. Und zwar gleich nebenan. Endlich koreanische Küche in Münster! Das bedeutet: Gerichte mit viel Gemüse, mit scharfen Gewürzen, mit vielen Vitaminen und Nährstoffen. Und Gerichte, die dabei extrem lecker schmecken. Ein Himmelreich für Vegetarier und Veganer, denn ganz so viele Restaurants haben wir in Münster nach wie vor nicht, in denen wir eine große Auswahl haben. Das Kong kann ich euch deshalb wirklich wärmstens empfehlen!

Die koreanische Küche ist den anderen asiatischen Küchen zwar ähnlich, hat aber so ihre Eigenarten. Reis spielt hier wie da eine wichtige Rolle, aber inKong Korea bildet Reis mit Suppe eine Einheit wie bei uns Brot und (vegane) Butter: Sie kommen immer zusammen. Überhaupt kommt alles gleichzeitig auf den Tisch, der Koreaner unterscheidet nicht zwischen einzelnen Gängen.

Die Karte des Kong nun ist voller bekannter – und mehr noch – unbekannter Leckereien: Kimchi und Pak Choi kennt man noch, aber wie sieht es mit Dububuchim Yangnyeomjang aus? Das kann der gewöhnliche Mitteleuropäer kaum flöten. Aber keine Sorge: Die Erklärungen stehen unter den klangvollen Namen.

Für koreanisches Essen muss man sich Zeit nehmen und mehrere verschiedene Beilagen probieren, um die Küche wirklich zu erleben. Wir entscheiden uns daher für ganz viele Kleinigkeiten. Kimchi – scharf-würzig eingelegter Chinakohl, Sigeumchi Namul – Spinat mit koreanischem Dressing, Miyeokmuchim – Seealgensalat mit Gurke und Karotte, Hobak Jeon – frittierte Zucchinischeiben mit einer süß-würzigen Soße, Jazeh Mandu – Teigtaschen gefüllt mit Tofu und Gemüs. Und eine Portion Reis dazu. Die Soßen und Marinaden bilden bei allen Gerichten das i-Tüpfelchen. Das Kimchi hätte eine Spur feuriger sein können, die Seealgen sowie der Spinat waren prima. Pro Side-Dish fallen zwischen 2 und 4,90 € an – da kann man günstig einige Vorspeisen testen.

Dubu Bokum und Haemul Udong

Wer nicht zu forsch an die ihm vielleicht fremde Küche gehen möchte, der ist mit einer Rice- oder Noodle-Bowl gut beraten. Dubu Bokum – das ist Reis mit gedämpftem Tofu, Gemüse und Beilagen – schmeckt sehr lecker (9,90 €). Und gar nicht fremd. Die Nudeln – Haemul Udong – kommen mit gebratenem Tofu, Gemüse und Kimchi daher. Übrigens vermischt man die liebevoll arrangierten Zutaten in seiner Schüssel selbst – was dem Gericht eine unvergleichliche Frische gibt.

Gemüse und Getreide sind häufiger als Fleisch Hauptbestandteil des Essens. Das macht das koreanische Essen zu einer gesunden Alternative zu anderen Küchen. Und das Kong zu einem Himmelreich für Vegetarier und Veganer.

Klein, karg, cool

Der Laden ist klein und karg eingerichtet. Ein paar Tische, ein paar Bänke, ein paar Lampen, eine kleine Theke. Fertig. Kahle Betonwände. Eine einfache Bretterwand als Begrenzung zum nächsten Haus. Und eine Glasscheibe zur Küche, um den Köchen bei der Arbeit zuzuschauen. Vielleicht ein bisschen nüchtern, aber das Kong kommt durchaus mit einer gewissen Coolness daher. Und verzichtet dabei komplett auf irgendein Brimborium und alles Königliche. Kong ohne King eben.

https://www.facebook.com/kongkoreankitchen
48155 Münster
Hansaring 37
02 51. 13656716
Mo – Fr Lunch 12 –14.30 Uhr, Mo–Do + So 18–23 Uhr, Fr–Sa 18–0 Uhr

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