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Wie kommt die Kuh in die Chipstüte?

Was macht die Kuh in der Chipstüte? Und was macht das Schwein im Saft? Jawohl, Kuh und Schwein stecken sogar in den Lebensmitteln, die eigentlich von Natur aus vegan sein  müssten. Mal ehrlich, was hat das Schwein denn im Saft verloren? Diese Frage stellt ganz zurecht die Organisation „Foodwatch“. Sie schreibt auf ihrer Homepage: „Viele Verbraucher wollen in Bezug auf Lebensmittel tierischen Ursprungs bewusste  Kaufentscheidungen treffen. Vegetarier oder Veganer möchten auf tierische Bestandteile bzw. auf alle tierischen Lebensmittel verzichten, Muslime etwa lehnen Produkte vom  Schwein ab – und viele andere Verbraucher möchten nur Tierprodukte aus bestimmten Haltungsformen unterstützen. Doch die Wahlfreiheit ist eingeschränkt: Eine Vielzahl verarbeiteter Lebensmitteln enthält tierische Bestandteile, obwohl dies nicht oder nur unzureichend deklariert ist.“

Versteckte Tiere in Lebensmitteln sind möglich aufgrund von Gesetzeslücken. Diese erlauben Gelatine im Saft, Schweineborsten im Brötchen oder Verunreinigungen mit tierischen Produkten in vermeintlich veganen oder vegetarischen Lebensmitteln. Ohne jede Kennzeichnung. Foodwatch gibt dazu viele Beispiele. Hier ist eines: „Sei es Kälberlab, Schwein, Wild oder Geflügel. In den salzigen Snacks von funny- frisch sind vielerlei tierische Bestandteile enthalten, wie der Hersteller auf Nachfrage von Foodwatch verrät. In den seltensten Fällen ist das auf dem Etikett gekennzeichnet. Die Produkte vom Konkurrenten Lorenz (Crunchips) kommen laut Herstellerangaben ohne ,tierische Fleischbestandteile‘ daher. Allerdings wird im Produktionsprozess auch tierisches Lab eingesetzt.“

Wer sich gegen tierische Inhaltsstoffe in seinen Lebensmitteln zur Wehr setzen möchte, kann sich an der Email-Aktion von Foodwatch beteiligen, die an das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft und die  Verbraucherschutzminister der Bundesländer gerichtet ist. Damit fordert man eine Kennzeichnungspflicht für alle versteckten Tierprodukte und Tierbestandteile. Sehenswert ist übrigens der Foodwatch-You-Tube-Clip, der auf der Seite hinterlegt ist – und die Kuh in der Chipstüte zeigt.
http://www.foodwatch.org/de/informieren/versteckte-tiere/e-mail-aktion/

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Wer ich bin? Journalistin - Tierfreundin - Naturbegeisterte - Reisende - Sportlerin - Yogi - begeisterte Köchin. Manchmal auch zweifelnd - traurig - wütend - angesichts des Zustands dieser Welt.

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